kreisen

Kreisen, straucheln, fallen — weitergehen. Die Dresdner Choreographin Anna Till begibt sich in das Wechselspiel zwischen Präzision und Kontrollverlust. Der Kreis dient dabei als Ausgangsform und als andauernder Motor, um die elliptischen Bewegungen in Variationen beständig weiterzuführen und den gesamten Körper in Bewegung zu halten. Das dynamische Drehen im Tanz steht für höchste Körperbeherrschung. Gleichzeitig erzählt es von Ekstase und Euphorie. In der Verbindung des Körpers zwischen Himmel und Erde schafft es Zugang zu einer anderen Dimension.
Schwindel, Wirbel, Strudel, Rausch. Eine Bewegung wird begonnen und endlos weitergeführt, im Großen und Kleinen ziehen wir unsere Kreise. Einmal begonnen, wie aufhören? Nichts verschwindet. Einmal begonnen, nehmen die Dinge ihren Lauf, machen weiter, verändern sich und tauchen in anderer Gestalt wieder auf.

Liegenbleiben. Aus der Balance geraten. Den Faden wieder aufnehmen. Die körperliche Erfahrung des Drehens als Lust und Hingabe. Aber auch als Herausforderung, den richtigen Moment zum Anhalten zu finden. Oder eben nicht.
Wiederholung, Rausch, Unendlichkeit. Fünf Tänzerinnen und Tänzer versetzen gemeinsam mit einer Live-Band den Raum in Schwingung. Die Performance entzieht sich der Zentralperspektive. Ein Raum wird geteilt. Die Beziehung zwischen dem Raum, der den Körper umgibt, und dem Körper selbst steht im Mittelpunkt. In der Kreisform verdichtet sich eine Gemeinschaft. Mitgegangen — mitgefangen. Einschluss und Ausschluss.

„KREISEN“ erzählt von der Tatsache, dass jede Handlung einen Effekt erzeugt, der bleibt, vom Leben an sich, von der Lust an Lebendigkeit. Eine Ode an den Puls.

Trailer



24.05.2023: premiere . Residenz Schauspiel Leipzig / Spinnerei

25./26./31.05.2023: shows Residenz

16./17./18.10.2025: HELLERAU-EZK Dresden

Choreographie + Künstlerische Leitung: Anna Till

Dramaturgie + textentwicklung: Nora Otte

text: ulrike feibig

Musik: Johannes Till

Bühne + Kostüme: Konstanze Grotkopp

Licht + technische leitung: Martin Mulik

Produktionsleitung: Ulrike Melzwig

social media: Josefine Simonsen

in enger zusammenarbeit mit den Tänzerinnen: Brit Rodemund . Simone Gisela Weber

info schauspiel leipzig

„KREISEN sehen“ – Text von Ulrike Feibig zu dem Stück

Eine Produktion von Anna Till/situation productions in Koproduktion mit HELLERAU — Europäisches Zentrum der Künste, Dresden.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Mit herzlichem Dank an: Anne Bauer, Friedemann Beck, Ulrike Feibig, Carina Hajek, Barbara Lubich, Minna Mulik, Lubica & Ladislav Mulik, Kerstin & Peter Till, TILL&LUBICH, TanzNetzDresden, TENZA, Zentralwerk Dresden

with many thanks to the interview partners I
Katja Erfurth, Julia Amme, Petra Steinert, Ursina Tossi, Jugendcompany fabrik Potsdam, Irene Sieben, Christina Ciupke

funded by I Cultural Foundation of the Free State of Saxony. This measure is co-financed by tax funds on the basis of the budget passed by the Saxon State Parliament
funded by I State Capital Dresden, Office for Culture and Monument Protection
presented & supported by I Ostsächsische Sparkasse Dresden
supported by I fabrik Potsdam

photos I André Wirsig, Adam Dreessen
video recording I Konrad Behr & Paul Lissner
video & trailer editing I Konrad Behr